Was ist schon normal?!
- TN erkennen, dass mehrheitsgesellschaftliche Vorstellungen prägen, was als „normal“ gilt, dies aber nicht die Realität in Gänze abbildet.
- TN reflektieren, dass durch Normvorstellungen bestimmte Erwartungen entstehen.
- TN erkennen, dass das Handeln von Menschen von gesellschaftlichen Normalitätsvorstellungen beeinflusst wird.
- TN sind dafür sensibilisiert, dass Normalitätsvorstellungen zu Diskriminierung führen können.
- TN erkennen, dass Normalitätsvorstellungen hinterfragbar und veränderbar sind/li>
- TN sind motiviert sich gegen diskriminierende Normalitätsvorstellungen und für ein wertschätzendes Miteinander einzusetzen.
Zu Beginn setzen sich die Teilnehmenden mit gesellschaftlichen Bildern von Normalität auseinander: Was wird als „normal“ angesehen? Wer passt da rein – und wer nicht? Sie erfahren, dass Vorstellungen von Normalität unser Denken, unser Verhalten – und auch unseren Blick auf andere beeinflussen.
Auf einer imaginären Klassenfahrt schlüpfen die Teilnehmenden in eine andere Rolle. Plötzlich stehen Fragen im Raum wie „Ziehe ich meine grüne Lieblings-Latzhose an oder ist die zu uncool?“ oder „Wie geht es mir, als Person im Rollstuhl, mit dem Ausflug ins Schwimmbad?“ – und die Gruppe erlebt hautnah, wie schnell Normalitätsvorstellungen über Zugehörigkeit oder Ausschluss entscheiden und Anpassungsdruck erzeugen können.
Manche haben die Wahl, sich anzupassen, andere aufgrund ihrer Merkmale, die sie nicht ablegen können, nicht. Ein Video bringt Stimmen von Menschen ein, die aufgrund gesellschaftlicher Normen Diskriminierung erfahren. Die Teilnehmenden erkennen, wie bestimmte Merkmale, zur Grundlage von Diskriminierung werden und zu Ausgrenzung, Beleidigungen und struktureller Benachteiligung führen können.
Ein historischer Zeitstrahl zeigt: Unsere Vorstellungen von „normal“ sind alles andere als fest. Sie verändern sich – und sie lassen sich verändern. Zum Schluss entwickeln die Teilnehmenden in einem Kooperationsspiel Ideen für ein inklusives Zusammenleben. Sie versuchen gemeinsam, gesellschaftliche Normen aktiv zu verändern, um das Ziel zu erreichen und sich gegen ausgrenzende Normalitätsvorstellungen einzusetzen.
Stundenverlauf
- 1. Stunde: Wer wir sind und was wir wollen
- 2. Stunde: Normal? Realitätscheck!
- 3. Stunde: Klassenfahrt – Wer ist dabei?
- 4. Stunde: Vorstellungen von Normalität und Diskriminierung
- 5. Stunde: „Das war schon immer so“ muss nicht so bleiben
- 6. Stunde: Alles glänzt so schön neu!